Echtes Spreewälder Leinöl© – jetzt erhältlich

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Lübben, 28.11.2014: Sichtlich stolz präsentieren die Ölmüller und Anbauer des Ölleins aus der Spreewald-Region ihre Zertifikate, mit denen sie für ihre Verdienste um das Spreewälder Leinöl® gewürdigt werden. Und sie haben allen Grund zur Freude. Denn das vom Lübbener Spreewaldverein initiierte Wertschöpfungsprojekt geht derzeit in die entscheidende Phase; die Produktion eines einzigartigen Sortiments ist angelaufen. Noch im November 2014 wird es sechs verschiedene Sorten Leinöl in einer limitierten Sonderedition geben. Beteiligt sind Ölmühlen aus Burg, Cottbus, Eichow, Lübbenau, Sagritz und Straupitz. Hier wird nach traditionellen Verfahren die Leinsaat schonend gepresst und kann dann als Spreewälder Leinöl® bei den Ölmühlen sowie im Internet erworben werden. Die 200ml fassenden Keramikflaschen haben aufgrund ihrer Gestaltung und Limitierung auf 3000 Stück bereits jetzt Sammelcharakter. Doch deren Inhalt ist nicht minder wertvoll – denn der Weg vom Samen der uralten Kulturpflanze Lein bis hin zum Omega-3-Wunder Leinöl war weit.

Nachdem die Leinsaat vor wenigen Wochen geerntet wurde, war bis jetzt vor allem Geduld gefragt. Erst nach Trocknung des Saatguts und anschließender Reinigung in der Spreewaldmühle Vetschau konnte die pressfähige Leinsaat von den Ölmüllern übernommen werden. Lutz Habermann, Geschäftsführer des Spreewaldvereins, erklärt, was derzeit hinter den Kulissen geschieht: „Alle Ölmüller haben jetzt die Leinsaat vor Ort und sind dabei, daraus mit viel Liebe, Handwerksgeschick und überwiegend in Handarbeit Leinöl zu pressen. Das dauert natürlich. Aber das dieses Vorgehen jede Mühe wert ist, schmeckt man, wenn man das Öl kostet“.

Davon, dass Leinöl nicht gleich Leinöl ist, kann man sich mit der angebotenen Kollektion sechs verschiedener Leinöle überzeugen. Ausschlaggebend für den Geschmack sind die Verarbeitungsverfahren, die sich von Ölmühle zu Ölmühle unterscheiden. So werden etwa in der Holländermühle in Straupitz die Samen vor dem Pressen eingeweicht, dann geröstet und erst anschließend gepresst. In der Kanow-Mühle in Sagritz hingegen kommt Deutschlands neueste Ölmühle zum Einsatz. Es handelt sich um einen in Details verbesserten Nachbau eines Presswerks aus dem Jahre 1911.

Obwohl sich Pressverfahren und damit Geschmack des Spreewälder Leinöls® von Ölmühle zu Ölmühle unterscheiden, gibt es eine gemeinsame Besonderheit: der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, allen voran Omega-3. Einziger Wermutstropfen: Wärme zerstört diese langen Molekülketten. Daher sollte es nur in der kalten Küche eingesetzt werden. Viele traditionelle Gerichte beherzigen das selbstverständlich. Trotzdem ist Leinöl durchaus auch in der modernen Küche gern gesehen. Darüber, welche Leckereien sich neben dem unbestrittenen Klassiker „Pellkartoffeln, Quark und Leinöl“ noch damit zubereiten lassen, informiert ein zu jeder Flasche gehörender Rezepttipp der jeweiligen Ölmühle. Und auch im Internet informiert der Spreewaldverein auf einer eigens eingerichteten Webseite ausführlich über das Spreewälder Leinöl®. Unter der Adresse www.gutes-spreewald.de/leinoel finden Interessierte auch detaillierte Informationen, wie und wo das Leinöl bezogen werden kann.

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