Holländermühle, Straupitz

Ein lebendiges Denkmal im Norden des Spreewalds

Willkommen in Straupitz.

Sucht man auf der Landkarte nach Straupitz, wird man im inneren Oberspreewald fündig. Sucht man Straupitz auf dem Weg durch die Natur, fällt schon von Weitem der 18 Meter hohe Mühlenturm ins Auge. Dass sich heute an ihm wieder Flügel drehen, ist dem Engagement eines Vereins und seinem Initiator Klaus Rudolph zu verdanken. Als er in den 1970er Jahren aus der Oberlausitz in den Spreewald kam, schien die Mühle aus dem 17. Jahrhundert dem Verfall Preis gegeben zu sein. Doch als sich in den frühen 1990ern die Chance zur Wiederbelebung bot, ergriff sie der pensionierte Lehrer. In jahrelanger Arbeit, mit viel Schweiß und noch mehr Hoffnung brachten er und seine Unterstützer die Mühle wieder auf Vordermann. Heute erstrahlt sie als produzierendes technisches Denkmal in neuem Glanz.

Heute wie Früher.

Die historische Ölmühle dieser Windmühle wurde 1910 errichtet. Wie damals auch brauchen die Müller heute neben jeder Menge Wissen und Handwerkszeug auch Kraft und Zeit. Denn vor dem Auspressen der Leinsamen werden diese aufgeweicht, aufgebrochen und anschließend in einer großen, mit Holz beheizten Pfanne schonend geröstet. Erst danach füllt sie der Ölmüller in eine Stempelpresse, die dann langsam, aber mit jeder Menge Druck, das Öl aus den Samen presst. Das so gewonnene Leinöl wird ohne weitere Zwischenschritte abgefüllt und behält dadurch seine natürlichen Wirkstoffe. Weil dem Straupitzer Leinöl während der Verarbeitung Wärme zugeführt wird, gilt es als warm gepresstes Öl. Das verleiht ihm seine ganze eigene, besondere Geschmacksnote. Zugleich gilt diese Methode im Spreewald als traditionell.

Geröstet und kerngesund.

Das Rösten der Leinsaat verleiht dem Spreewälder Leinöl aus Straupitz sein einzigartiges Aroma. Schonend gepresst bleiben auch die wichtigen Inhaltsstoffe erhalten. Besonders der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, allen voran die Omega-3-Fettsäuren, ist im Vergleich zu anderen Speiseölen überdurchschnittlich hoch. Damit leistet Leinöl einen wichtigen Beitrag zur ausgewogenen – auch veganen und vegetarischen – Ernährung.

Als naturbelassenes Produkt befinden sich im Spreewälder Leinöl auch Trübstoffe. Diese erzeugen den deutlich nussigen Geschmack und sind ein Zeichen höchster Qualität.

ø Nährwerte je 100g

Brennwert: 3700 kJ (900 kcal)
Fett: 100 g
davon:
gesättigte Fettsäuren: 9,9 g
einfach ungesättigte Fettsäuren: 23,3 g
mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 66,6 g
Kohlenhydrate: 0 g
davon:
Zucker: 0 g
Eiweiß: 0 g
Salz: 0 g

So schmeckt Leinöl.

Mit Leinöl lassen sich auch süße und erfrischend andere Speisen zubereiten. Zum Beispiel Leinöleisparfait. Und so einfach geht’s:

Schlagen Sie in einem Wasserbad Zucker, Eigelb, Salz und das Mark der Vanilleschote heiß auf. Alternativ können Sie statt dem Zucker und der Vanilleschote auch Bourbon-Vanille-Zucker verwenden. Schlagen Sie die Masse jetzt so lange kalt, bis sie sehr cremig wird. Nun rühren Sie das Leinöl ein, heben nacheinander geschlagene Sahne und geschlagenes Eiklar unter. Ist alles vermengt, füllen Sie es in kleine Formen und stellen es ins Gefrierfach, fertig.

Guten Appetit!

Zutaten
für vier Portionen

  • 2 mittelgroße Eier
  • 30 ml (3,5 EL) Spreewälder Leinöl
  • 150 g geschlagene Sahne
  • 80 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 kleine Prise Salz

Traditionell in unserer Region hergestellt.

Holländermühle Straupitz
Laasower Straße 11
15913 Straupitz

www.windmuehle-straupitz.de

Frisch gepresstes Leinöl gibt es hier:

Exklusiv im Müllerhaus der Holländerwindmühle in Straupitz.

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