Meerrettich-Wissen

Eine Wurzel mit vielen Mythen und Heilkraft

Meerrettich hat viele Bezeichnungen

Im Sorbischen kennt man ihn als chrěn oder kśěn. In manchen Regionen ist er auch als Kren, Kree, Merch und Beißwurzel bekannt. Die lateinische Bezeichnung ist Armoracia rusticana.

Meerrettich hat seine historischen Wurzeln in Ost- und Südeuropa und war sogar schon in der Antike bekannt. Als die Slawen nach Mitteleuropa zogen, brachten sie die Pflanze mit und seither wächst sie unter anderem auch im Spreewald. Die Ernte aus dem Spreewald soll früher bis nach Nordamerika gehandelt worden sein.

Scharfer Helfer

Meerrettich ist eine beliebte Heilpflanze, weil er reich an Senfölen und Vitamin C ist. Traditionell soll die scharfe Wurzel unter anderem bei Stoffwechsel- und Verdauungsproblemen sowie Harnwegsinfektionen helfen, die Abwehrkräfte stärken und den Husten lösen. Den Blättern wird helfende Wirkung bei Erkrankungen wie Gicht und Rheuma, Zahn- und Kopfschmerzen nachgesagt.

Quelle: Broschüre “Meerrettich aus dem Spreewald”, REGIA Verlag

Spreewälder Meerrettichabend

Beim Spreewälder Meerrettichabend im Gasthaus Kaupen Nr.6 dreht sich alles um das scharfe Gemüse. Die Spreewälderin Milena sorgt dabei mit Geschichten, Gedichten und Späßen für Unterhaltung.
www.kaupen6.de

Meerrettich in der Flasche

Spreewälder Meerrettich ist bekannt für seine Schärfe und seinen intensiven Geschmack. Die Spezialität gibt es längst nicht nur als geriebenes Produkt im Glas. Die Spreewälder Spirituosenmanufaktur in Laubsdorf bei Cottbus hat zusammen mit der Spreewaldmosterei Jank in Burg einen Meerrettichlikör auf den Markt gebracht. So gibt es den pikanten Meerrettichgeschmack nun auch zum Trinken.
www.spreewald-mosterei.de

Aberglaube

Übrigens glaubten die Menschen früher, das Meerrettich vor Ebbe im Geldbeutel schützt: Eine kleine Scheibe der Wurzel soll im Portemonnaie dafür sorgen, dass das Geld nicht alle wird, so der Aberglaube. Meerrettich wurde auch zur Senkung von Fieber eingesetzt: Die Kranken bekamen ein Stück der Wurzel als Kette um den Hals gehangen.
Wer von der Wurzel träumte, konnte sich freuen. Denn ein Meerrettich-Traum galt unter anderem als Symbol für Glück und versprach positive Verbindungen mit anderen Menschen, so die Überlieferung. In manchen katholisch geprägten Regionen bekommt der Meerrettich zu Ostern – zusammen mit anderen Lebensmitteln wie Schinken und Eiern – die Weihe in der Kirche.
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