Start der Spreewälder Gurkenernte 2016

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Lübben, 22.06.16. Spreewälder Anbaubetriebe sichern auch 2016 zu 100 Prozent den Bedarf an Rohware für Spreewälder Gurken-Erzeugnisse. Die Ernte der berühmtesten Gurken der Welt steht bevor: Geschäftsführer von Spreewälder Gemüseanbau und Verarbeitungsbetrieben haben am Dienstag, den 21. Juni 2016, nun schon zum dritten Mal gemeinsam mit Medienvertretern den Startschuss für die Ernte der Gurken gegeben.

Gregor Knösels, einer der zwei Inhaber der Knösels Gemüse-Erzeugung GmbH & Co. KG, Gastgeber der diesjährigen Pressekonferenz, erklärte, dass die kühle Witterung im April mit einzelnen Nachtfrösten, teilweise die Pflanzung der Gurken verzögerte. In seinem Unternehmen konnten erst Ende April die Gurkenfelder bestellt werden. Auf ca. 100 ha Anbaufläche betreibt der Agrarbetrieb 2016 den Gurkenanbau. Nachfolgend günstige Temperaturen mit zahlreichen Sonnenstunden haben zu einem guten Entwicklungsverlauf des Gurkenbestandes geführt.

„Spreewälder Gurken sind seit 17 Jahren als geographische Angabe geschützt und damit ein Qualitätsprodukt mit Herkunftsgarantie: Die Gurken stammen zu 100 Prozent aus der Region“, betonte Lutz Habermann, Geschäftsführer des Spreewaldvereins.

Mit großer Sorgfalt und fachmännischem Wissen wird das bekannte Gemüse von zehn Landwirtschaftsbetrieben innerhalb der Spreewaldregion angebaut. Frisch vom Feld werden die Einleger und Schälgurken in neun Konservenbetrieben nach traditionellen Spreewald-Rezepturen veredelt. „Das ist eine der Grundlagen dafür, die Qualitätsführerschaft am Deutschen Gurkenmarkt zu behaupten.“ so Dr. Kathrin von Ahlen vom Spreewaldhof in Golßen.

Die Einführung des Mindestlohnes hat auch zu Preiserhöhungen bei Spreewälder Gurkenerzeugnissen im Einzelhandel geführt. Nun ist die Bereitschaft der Kunden gefragt, für ein hochwertiges, regional erzeugtes und kontrolliertes Produkt diesen Preis auch zu bezahlen. Das sich die Teuerung eigentlich in Grenzen hält, belegte Markus Thöne als einer der Geschäftsführer des Spreewaldhofes in Golßen in seiner Überschlagsrechnung: „Bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 6 Gläsern Gurken und einer Preiserhöhung von 20 Cent pro Glas wird der jährliche Familienetat eines 4 Personen-haushalts um etwa 5 Euro mehr belastet. Wichtig ist nunmehr, dass die Preiserhöhung auch beim Verarbeiter und letztendlich bei den Rohwarenerzeugern ankommt, um die gestiegenen Produktionskosten halbwegs zu kompensieren.“

Die Gurkenanbaufläche wird in dieser Saison ca. 450 Hektar betragen. Rund 3.000 Saisonkräfte helfen dabei, die Spreewälder Gurken zu produzieren. Ein Ertrag von rund 32.000 Tonnen Einleger- und Schälgurken wird erwartet.

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