Bäuchlings übers Gurkenfeld

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Im Spreewald können Touristen das Abenteuer Gurkenflieger erleben

Göritz. Friedlich ruht der Gurkenflieger am Wegesrand – bereit, sich zum Flug über die Felder zu erheben und mit Menschenhand hunderte knackig-grüne Gurken einzusammeln. Auf rund 2500 Quadratmeter Spreewaldboden baut Thomas Goebel Einleger an – nicht für die Konservenbetriebe, sondern für Touristen. Diese können sich bei den Spreewaldbauern in Göritz auf das „Abenteuer Gurkenflieger“ einlassen.

„Für die Leute ist das ein Gaudi – wenn sie einmal auf dem Gurkenflieger sind, wollen sie so schnell nicht mehr runter“, sagt Thomas Goebel, Chef der Göritzer Agrar GmbH und Vorsitzender des Bauernverbandes in Südbrandenburg. Auf seinen Feldern können Touristen den Weg der Gurke hautnah erleben. Der 50-jährige Landwirt hat dafür Erlebnispakete geschnürt: Die Besucher bekommen Infos rund um die Gurke, können das eingelegte Gemüse verkosten und eine Runde übers Feld „mitfliegen“, um die Einleger selbst zu ernten. Rund zehn Minuten dauert der „Flug“ mit einer Geschwindigkeit von 80 Metern pro Stunde. Ein kurzes Intermezzo im Vergleich zu den Arbeitsstunden, die die professionellen Erntehelfer täglich auf den Gurkenfliegern verbringen, um das Gemüse behutsam von Hand zu pflücken. „Die Touristen geben sich große Mühe. Aber das Liegen auf dem Bauch ist nicht jedermanns Sache und den Nacken und die Arme spürt man als erstes“, kennt Goebel die Folgen des Abenteuers. Der Begeisterung über den „Mitflug“ tut das keinen Abbruch. Hinterher können die Touristen die Gurken mit nach Hause nehmen oder sich direkt am Feldrand einen Eimer davon zusammen mit frischem Dill kaufen – zum Selbereinlegen für Zuhause.

Mit solchen Aktionen machen die Spreewaldbauern aus Göritz ihren Gästen Appetit auf feldfrische Waren. Das funktioniert: Hinterher macht der Einkauf im Spreewaldmarkt auf dem Gelände des Unternehmens doppelt so viel Spaß. Und wer wissen will, was sich aus dem feldfrischen Gemüse zaubern lässt, der ist in der Bauernküche gleich neben dem Hofladen genau richtig. Chefkoch Jörg Heinze setzt auf Regionalität im Kochtopf und veredelt das, was auf den Feldern der Spreewaldbauern geerntet wird zu leckerer Hausmannskost.

„Unser Ziel sind so viele Wiederholungstäter wie möglich“, sagt Thomas Goebel. Das funktioniert: Nicht nur die Bauernküche hat viele Stammgäste. Inzwischen verkaufen die Spreewaldbauern rund 80 Prozent ihrer Produkte in den eigenen Hofläden, auf Märkten, an Gastronomen und Wiederverkäufer in der Region. Der Rest geht an den Erzeugergroßmarkt.

Thomas Goebel setzt konsequent auf Regionalität – beim Anbau und bei der Vermarktung. Auf rund 1500 Hektar Spreewaldboden rund um Vetschau betreibt das Unternehmen Acker- und Gemüsebau. „Wir bauen traditionelle Gemüsesorten mit modernen Methoden und dem Wissen der alten Hasen an“, erklärt der Landwirt. Die Göritzer düngen zum Beispiel mit Mist aus umliegenden Ställen, bewässern die Felder über ein kilometerlanges System von Tropfschläuchen und setzen wie schon ihre Vorväter auf die Einhaltung der Fruchtfolge. Belohnt werden sie dafür mit reicher Ernte. „Bei uns wächst die Gurke noch auf gewachsenem Boden. Ohne dem würde der typische Spreewaldgeschmack verloren gehen“, ist der Chef überzeugt.

Für weitere Informationen steht Ihnen Thomas Goebel, Geschäftsführer der Göritzer Agrar GmbH, zur Verfügung.

Göritzer Agrar GmbH
Mühlenweg 8
03226 Vetschau OT Göritz

Tel: 035433/2200
E-Mail: wir@die-spreewaldbauern.de
Homepage: www.die-spreewaldbauern.de

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