Leben mit und von der Gurke

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Wie Anbau und Verarbeitung der Spreewälder Spezialität Familiengeschichte schreiben

Seit Generationen bringt die Gurke den Menschen im Spreewald Lohn und Brot. Rund 32.000 Tonnen Einleger und Sch√§lgurken wachsen jedes Jahr auf den Feldern in der einzigartigen Naturlandschaft. Bei vielen Spreew√§ldern geh√∂ren der Anbau und die Verarbeitung des knackigen Gem√ľses zur Familiengeschichte ‚Äď so auch bei Wolfgang Brzezinski und seiner Tochter Ivonne Menzel.

Wolfgang Brzezinski ist zust√§ndig f√ľr das w√ľrzige Geheimnis der Spreew√§lder Gurken. Der Gol√üener arbeitet in der Gew√ľrzk√ľche des Spreewaldhofes in Gol√üen, einem der bedeutendsten Konservenhersteller in Deutschland. In der Hochsaison werden dort t√§glich rund eine Million Gl√§ser mit Spreew√§lder Gurken produziert ‚Äď nach traditionellen Rezepturen und mit viel Handarbeit. Mit kr√§ftigen Armen schiebt Wolfgang Brzezinski eine gro√üe Edelstahlwanne vor sich her. Darin t√ľrmt sich eine duftende Mischung aus Zwiebelw√ľrfeln, Dill, Pfeffer- und Senfk√∂rnern ‚Äď alles genau abgewogen und durchgemengt. Frisch aus der Gew√ľrzk√ľche kommt der Mix direkt in die Produktionshalle und wandert dort portionsweise zusammen mit frisch gewaschenen und handverlesenen Gurken in die Gl√§ser.

Seit 14 Jahren ist Wolfgang Brzezinski Teil des Spreewaldhof-Teams, das aus rund 170 Mitarbeitern und 250 Saisonkr√§ften besteht. Gurken geh√∂ren f√ľr den Gol√üener allerdings schon viel l√§nger zum Leben. ‚ÄěWir haben zu DDR-Zeiten selber Gurken angebaut und das, was wir nicht selbst verwertet haben, zur Spreewaldkonserve gebracht‚Äú, erz√§hlt der 58-J√§hrige. Mit dem Handwagen wurde die gr√ľne Ernte bis vors Betriebstor gefahren. Brzezinskis waren l√§ngst nicht die einzigen, die ihr Gartengem√ľse an den Konservenhersteller verkauften. Zur Erntezeit bildeten Fahrrad- und Autoanh√§nger oft lange Schlangen vor dem Werk. Heute bekommt der Spreewaldhof seine Gurken von ausgew√§hlten Landwirtschaftsbetrieben, die das Gem√ľse auf ihren Feldern in der Region anbauen.
Wolfgang Brzezinskis Tochter Ivonne Menzel sorgt daf√ľr, dass die knackigen Gr√ľnen weiter veredelt werden. Die junge Frau hat √Ėkotrophologie studiert und arbeitet seit dem Jahr 2008 in der Abteilung f√ľr Produktentwicklung und Qualit√§tssicherung im Spreewaldhof. ‚ÄěEs ist toll, dass ich in meiner Heimat arbeiten kann‚Äú, sagt die 35-J√§hrige, die die Region noch vor einem Jahr zusammen mit ihrem Mann als Spreew√§lder Gurkenk√∂nigspaar repr√§sentiert hat. Mit ihren Kollegen hat sie unter anderem Gurkenspezialit√§ten wie ‚ÄěUnser Sch√§tzchen‚Äú und die ‚ÄěSpreew√§lder Jungs‚Äú entwickelt. Als echte Spreew√§lderin kann sie von dem eingelegten Gem√ľse nicht genug bekommen: ‚ÄěIch freue mich jedes Jahr darauf, wenn die ersten Gurken frisch ins Glas kommen. Dann duftet es hier wunderbar nach Zwiebeln, Essig und Gew√ľrzen.‚Äú

F√ľr weitere Informationen steht Ihnen Lutz Habermann, Gesch√§ftsf√ľhrer des Spreewaldvereins e.V., gern zur Verf√ľgung.

Kontakt
SPREEWALDVEREIN e.V.
Am Kleinen Hain 3
15907 L√ľbben (Spreewald)
Telefon: 03546/8426
E-Mail: info@spreewaldverein.de
www.spreewaldverein.de

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