Original Spreewälder Leinöl – scharfe Kriterien für milden Genuss

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Lübben, 22.07.2014: Während sich viele Deutsche auf den Jahresurlaub und die Sommerferien vorbereiten, haben die Landwirte im Spreewald alle Hände voll zu tun. Auf mehr als 100 Hektar Ackerfläche haben sie Flachs (Lein) angebaut, dessen Ernte dieser Tage beginnt. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Samen dieser vielseitig nutzbaren Kulturpflanze. Bis heute wird aus ihnen im Spreewald traditionell Leinöl gewonnen. Unter der neu geschaffenen Marke Spreewälder Leinöl© soll es nun zum Botschafter einer ganzen Region werden.
Dazu haben sich Landwirte, Ölmüller und ein Reinigungsbetrieb zusammengetan; arbeiten Hand in Hand an einem qualitativ hochwertigen Produkt. Von Anbau über Reinigung bis zur Verarbeitung ist klar geregelt, was Spreewälder Leinöl® auszeichnet. So muss der überwiegende Teil des Leins aus dem Wirtschaftsraum Spreewald stammen und das Öl darf aus den Samen nur gepresst werden. Der Spreewaldverein ist Initiator und Träger dieses Wertschöpfungsprojektes, das durch die EU und das Land Brandenburg finanziell gefördert wird. Lutz Habermann, Geschäftsführer des in Lübben ansässigen Vereins, sieht in dem Vorhaben eine Chance für die Region. Und dass Leinöl derzeit eine Renaissance erlebt, verwundert ihn nicht: „Je stressiger und hektischer der Alltag für die Menschen wird, desto mehr sehnen sie sich nach Möglichkeiten, sich selbst etwas Gutes zu tun.“

In früheren Zeiten erfreute sich Leinöl schon einmal größerer Beliebtheit als heute. Das lässt sich vielerorts an Sprichwörtern ablesen, auch im Spreewald. Hier kennt nahezu jeder die Weisheit „Leinöl mit Quark macht stark. Quark alleene macht krumme Beene.“ Doch bis das Leinöl, frisch in Flaschen abgefüllt, seinen Beitrag zur bewussten Ernährung leisten kann, wartet noch jede Menge Arbeit. Denn auch wenn mit der Ernte der erste Schritt bereits gegangen ist, ist der Weg zum Omega-3-Wunder Leinöl noch weit. Bevor in den Ölmühlen die Leinsaat gepresst werden kann, muss sie gereinigt werden. Erst dann schlägt die Stunde der sechs an diesem Projekt beteiligten Ölmüller, die mit ihrer Erfahrung und eigenen Verfahren das
wertvolle Öl aus den Samen gewinnen.

„Um ein solches Premium-Öl überhaupt herstellen zu können, braucht man nicht nur Know-how, sondern vor allem Zeit“, erklärt Habermann. “Doch die nehmen wir uns auch.“ Für alle Liebhaber des Öls heißt es also, sich noch etwas in Geduld zu üben. Bis September wird es wohl dauern, bis das erste frische Spreewälder Leinöl© aus den Samen dieses Jahres zu haben ist.

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