So einzigartig wie artenreich ‚Äď
das Großschutzgebiet

In allen Farben gr√ľn verlockt das Wunderland, es w√§chst und flie√üt in Ruhe. Mit seinem eng verzweigten Flie√ügew√§ssernetz und einer ausgesprochenen Artenvielfalt ist das Biosph√§renreservat Spreewald in Mitteleuropa einzigartig. Den Kern bildet ein Naturschutzgebiet aus Niederungsw√§ldern und Feuchtwiesen. Darum lockert sich das Gr√ľn immer mehr auf: Weideland, Baumstreifen und kleinteilige √Ącker schaffen einen √úbergang in die parkartige Kulturlandschaft.

Die unvergleichliche Gestalt ist nicht von ungef√§hr entstanden. Ihre Anf√§nge liegen weit zur√ľck, als im Zuge der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren ablaufendes Gletscherwasser ein Urstromtal bildete. In diesem lagerten sich kleine Inseln aus Schwemmsand ab. Und da die Spree aufgrund des geringen Gef√§lles nur sehr langsam floss, verzweigten sich ihre Wasserarme um diese Kaupen sehr stark. Ein Binnendelta entstand. Darin wuchs nun ein dichter Wald heran, aus dessen Laub sich √ľber lange Jahre das heutige Niedermoor entwickelte.

Die teilweise noch urspr√ľnglich anmutende und vom Menschen √ľber Jahrhunderte erschlossene Auenlandschaft ist seit 1991 von der UNESCO als Biosph√§renreservat anerkannt. 6000 Tier- und Pflanzenarten wurden hier nachgewiesen, viele blieben bisher vermutlich unentdeckt.

In der Kern- und Pflegezone haben sich sogar wieder Biber angesiedelt. Seltene Brutvogelarten wie Schwarzstorch oder Wiedehopf k√∂nnen sich auf das Nahrungsangebot verlassen. Neben der f√ľr den Spreewald charakteristischen Sumpfdotterblume existieren auch viele besondere Pflanzen wie die in den Rohrglanzwiesen wachsende Schwertlilie. Auch einheimische Orchideen sind hier zu finden.

Ein st√§ndiger Begleiter, ein unabdingbarer Grundstoff: Das Wasser ist im Spreewald √ľberall ‚Äď selbst, wenn hier bei einer j√§hrlichen Niederschlagsmenge von 500 bis 600 Millimetern relativ wenig Regen f√§llt. Es kommt langsam aber sicher mit der Spree und f√ľhrt jedes Jahr zu lokalen √úberschwemmungen. F√ľr den Erhalt des Sumpflands besonders wichtig ist, dass nicht zu viel Wasser √ľber die Umfluter abgeleitet wird, damit der schwammartige Moorboden erhalten bleibt.
Der Baumbestand im Innern ist nicht weniger vielf√§ltig als die gesamte Natur des Biosph√§renreservats. Nah am Wasser schie√üen die Stars des Spreewalds aus den sumpfigen B√∂den empor: die Erlen. Sie bilden hier einen gef√§hrdeten Waldtyp, der Lebensraum f√ľr seltene Arten wie Kranich oder Wasserl√§ufer bietet. Mit steigendem Grund geht das Geh√∂lz langsam in Eschen, Eichen und Buchenbest√§nde √ľber. Zwischen den St√§mmen im begehbaren Bereich der Zone 2¬†kann man eine Ruhe sp√ľren, wie sie heute nur noch an sehr wenigen Pl√§tzen zu finden ist.
Sie schimmern gr√ľn und blau im Sonnenlicht und bilden, wenn sie in Scharen durch die L√ľfte schwirren, manchmal kleine W√∂lkchen. Im feuchten Klima der W√§lder und Wiesen haben Libellen einen idealen Lebensraum gefunden. Wer die Wasseradern des Sumpfgebiets im Sommer mit dem Boot erkundet, wird von ihnen begleitet und verz√ľckt. Die Mini-Propeller gl√§nzen hier besonders durch ihre Vielfalt. 42 verschiedene Arten von Libellen bev√∂lkern den Spreewald und haben sich zu einem Symbol f√ľr die Naturregion entwickelt.
Das Biosph√§renreservat ist auf einem guten Weg zur√ľck zur Natur. Schutz und Regeneration sind wichtiger denn je, weil viele Fl√§chen noch gesch√§digt sind durch die intensive Bewirtschaftung des 20. Jahrhunderts. Der Mensch reicht der Natur wieder die Hand.

Wenn in der roten 16-Uhr-Sonne des Winters der Atem sichtbar wird, das Eis der zugefrorenen Flie√üe knackt ‚Äď wenn sich im Fr√ľhling die Baumbl√ľte wie ein Feuerwerk unter dem wolkenweiten Himmel ergie√üt ‚Äď wenn sp√§ter in Augustn√§chten die Gl√ľhw√ľrmchen den Boden geheimnisvoll schimmern lassen, Fr√∂sche dazu quaken ‚Äď wenn im Herbst der Nebel aus den Wiesen steigt und Rehsilhouetten durch die ersten Sonnenstrahlen huschen, dann kann man die wahre Sch√∂nheit dieses Reservats ganz intensiv erleben.

Die Natur legt sich auf das Gem√ľt; hier werden Menschen ruhig. Wer sich auf ihn einl√§sst, wird vom Spreewald wundervoll verzaubert.

Impressionen aus dem Großschutzgebiet

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